


Ökosysteme, Arten und ihre genetische Information, zusammenfassend als „biologische Vielfalt“ bezeichnet, sind an vielen Orten unseres Planeten bedroht. Ursache ist der Mensch:
Zerstörung von Lebensräumen, Übernutzung von Ressourcen und der Klimawandel sind durch menschliche Aktivitäten bedingt. Bisherige Ansätze für den Schutz und die nachhaltige Nutzung dieser Vielfalt haben sich als unzureichend erwiesen – das Ziel der Vereinten Nationen, den Verlust biologischer Vielfalt bis 2010 zu stoppen oder zumindest deutlich zu verlangsamen wurde nicht erreicht. Um so wichtiger ist es, Handlungsoptionen aufzuzeigen, die entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der gesellschaftlichen Ziele bringen können. Dies ist eine Kernaufgabe von inter- und transdisziplinärer Forschung, wie sie das BIOLOG-Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat.
In BIOLOG wurde von 2000 bis 2010 biologische Vielfalt unter dem Einfluss von Umweltveränderungen untersucht. Zahlreiche Projekte zu natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen haben das Thema Biodiversität beleuchtet und analysiert. Themenschwerpunkte der vier aktuellen, auf diesen Seiten vorgestellten Forschungsverbünde sind:
Unter dem Titel "Biodiversitätsforschung - Meilensteine zur Nachhaltigkeit" findet am 29. und 30. März die abschließende Veranstaltung statt, in der die Ergebnisse der 10jährigen Forschung vorstellt und in einem Austausch von Wissenschaft und Praxis diskutieren werden. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zur BIOLOG-Veranstaltung sind auf einer eigenen Seite zu finden
Eine Broschüre fasst die Ergebnisse aus vier Verbundprojekten zusammen und zeigt die Handlungsoptionen auf, die zu einer verbesserten Nachhaltigkeit führen können. Die Broschüre steht hier zum Herunterladen bereit.
Neben den Forschungen in Mitteleuropa haben unter dem Dach von BIOLOG auch Untersuchungen zu biologischer Vielfalt in Afrika stattgefunden (BIOTA-Projekte). Damit die Forschungsergebnisse und die Vorschläge für einen effektiven Schutz und die nachhaltige Nutzung von biologischer Vielfalt die gesellschaftlichen Akteure erreichen, müssen sie besser kommuniziert werden. Hierfür wird eine neue Organisations- und Servicestruktur aufgebaut: Das ebenfalls vom BMBF geförderte „Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland“.
